Nur eine kleine Annonce in der "Sächsischen Zeitung" informierte, um so zahlreicher erschienen die Bewerber! Man sagt es: sollen an die 40 Personen gewesen sein. Alle hatten den Wunsch, im Stück "Das Wirtshaus im Spessart" des Bautzner Sommertheaters, als langer Kerl mitzuwirken. 11 wurden am Ende des Castings ausgewählt. Nach vielen Proben mit unserem Exerziermeister André van Dongen, schlug am 01. Juli 1999 zur Premiere dieser musikalischen Räuberpistole, die Geburtsstunde der Lange Kerls des Bautzner Sommertheaters. Viele Vorstellungen folgten und zu jedem Auftritt war der Truppe der Beifall sicher. Noch war fraglich, ob es im Jahr 2000 zu einer "Auferstehung" der Truppe kommen sollte, und dennoch rückte man zum 3. Bautzner Kneipenfestival am 06. Mai 2000 als Schildwache vor dem Lokal Sam´s aus. Damit sollte es nicht bleiben. Am 18.06.2000 nahmen die langen Kerls in Uniform und Waffen an dem historischen Lauf der Schiebockweltmeisterschaft in Bischofswerda teil und wurden Weltmeister! Schon begannen die Proben zum neuen Theatersommer mit dem Stück, "Das Spukschloß im Spessart". Vom 29. Juni bis zum 30. Juli 2000 fanden 34 Vorstellungen statt, in denen mehrere Auftritte als Lange Kerls, Leibgarde, orientalische Kapelle und als Bundeswehrmusikchors zu absolvieren waren. Die langen Kerls ließen es sich nicht nehmen, am 08. Juli 2000 am 7. internationalen Stadtlauf in Bautzen zu starten. Hier natürlich im "Sponsorenlauf" zusammen mit den zu jagenden Räubern des Sommertheaters. Während der Zeit des Sommertheaters fand am 16.7.2000 die feierliche Gründungsveranstaltung des Vereins "Lange Kerls Bautzen e. V" am Geburtsort auf der Ortenburg statt. Selbstverständlich ist der Intendant des DSVTh Gründungsmitglied dieses Vereins, der mittlerweile zwei Neuzugänge hat. Einen bisherigen Abschluß der Auftritte der "Langen Kerls" fand zum einem am 09.September 2000 wiederum beim Kneipenfestival, diesmal als Stadtwache, zum anderem am 14. Oktober 2000 beim historischen Biwak mit anschließendem Gefecht in Hochkirch statt. Der hier anwesende Preußenkönig konnte sich auf den Schutz dieser Truppe stets verlassen.